Alles AJAX oder was?

30.06.2007 Labs

ajax

Bei der Erstellung von Websites wird seit 2005 immer öfter der Ruf nach “AJAX-Technologie” laut. Oft nicht einmal um die Website oder Anwendung “somewhat more responsive” zu machen, sondern einfach nur weil es gerade IN ist und zum guten Ton eines jeden “ordentlichen” Web2.0-Projekts gehört.

Wie stehen wir zu diesem Paradigma?

AJAX ist eine sinnvolle Verknüpfung verschiedener Technologien, die durchaus einen Vorteil für den Benutzer bringen kann (Wer sich z.B. einmal Google Mail oder Google Maps angeschaut hat, weiß warum). Genauso kann die AJAX-Verwendung aber übertrieben oder falsch eingesetzt werden, was dann den Fluss der Nutzung eher hemmt oder sogar – im schlimmsten Fall – ganz verhindert.

Ein Beispiel

Ein Social Network verwendet auf seinen Seiten AJAX um z.B. Reloads des Inhalts-Bereichs vorzunehmen. Das funktioniert aber durch fehlerhafte Programmierung und unzureichende Kompatibilität mit verschiedenen Browsern nur sporadisch. Oder es passieren so lustige Dinge, dass nach dem Runterscrollen und Anklicken eines Links per AJAX oben im nicht sichbaren Seiten-Bereich der Inhalt nachgeladen wird, wovon der Nutzer aber nichts mitbekommt. Hier wäre ein kompletter Reload sinnvoll gewesen der den Nutzer automatisch an den Ort des Geschehens geführt hätte.

Die Prüfung eines neu gewählten Benutzernamens wiederum kann per AJAX hilfreich vorab durchgeführt werden, sodass der Reload erst notwendig wird, wenn ein geeigneter Name gefunden wurde, der noch nicht belegt ist.

Fazit

AJAX ist eine tolle Idee, die dem Nutzer eine flüssigere (Web-)Anwendung bescheren, weniger Traffic verursachen und die allgemeine Benutzbarkeit verbessern soll. Wie so oft lässt sich die Technologie nicht nur zum Vorteil einsetzen. Daher achten wir darauf, dass die Nutzererfahrung im Vordergrund steht und durch den Einsatz von z.B. AJAX vereinfacht und nicht unnötig verkomplizert wird.

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